
Das neue Biomasse-Heizkraftwerk in St. Pölten hat kürzlich seine erste Kilowattstunde Ökostrom produziert und markiert damit einen bedeutenden Schritt in der nachhaltigen Energieversorgung der Region. Das Kraftwerk, das nahe dem Regierungsviertel liegt, wird ab Februar im Probebetrieb auch Wärme in das lokale Fernwärmenetz einspeisen. Es ist darauf ausgelegt, Wärme für bis zu 30.000 Haushalte und Strom für 15.000 Haushalte zu liefern.
Die Inbetriebnahme des Kraftwerks verläuft planmäßig und wird als Erfolg der effizienten Planung und starken Partnerschaften gefeiert. Weniger als 33 Monate nach Projektbeginn konnte das erste Holzfeuer im Kessel entzündet werden, was die Entschlossenheit unterstreicht, die umweltfreundliche Wärmeversorgung in Niederösterreich auszubauen. Das Projekt ist ein zentraler Bestandteil der EVN-Klimainitiative und soll sowohl die Versorgungssicherheit als auch die regionale Wertschöpfung stärken.
Das Kraftwerk erhielt zudem den bischöflichen Segen, der die Verbindung von technischer Innovation und Nachhaltigkeit würdigte. Die Segnung symbolisiert die Hoffnung, dass durch umweltfreundliche Lösungen wie dieses Heizkraftwerk eine solide Lebensgrundlage für zukünftige Generationen geschaffen wird.
Mit einer Investition von rund 50 Millionen Euro ist das Kraftwerk ein Gemeinschaftsprojekt von Industrie, Stadt und EVN. Es nutzt Kraft-Wärme-Kopplung, um aus Hackschnitzeln Dampf zu erzeugen, der sowohl zur Stromproduktion als auch zur Versorgung umliegender Industriebetriebe dient. Die Abwärme wird in das Fernwärmenetz eingespeist, was jährlich etwa 25.000 Tonnen CO2 einspart. Anfang des Jahres werden noch letzte Optimierungsarbeiten durchgeführt, bevor der planmäßige Probebetrieb im Februar startet. Dann wird erstmals Naturwärme aus dem Kraftwerk in das Fernwärmenetz eingespeist.