
Die Marktgemeinde Lustenau setzt ein starkes Zeichen für eine grüne Zukunft: Mit der Firstfeier des Biomasse-Heizwerks wurde ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Fernwärmeversorgung gefeiert. Das Projekt, das weniger als ein Jahr nach dem Spatenstich bereits weit fortgeschritten ist, soll ab Herbst die ersten Kundinnen und Kunden mit grüner Wärme versorgen.
Investition in Energieunabhängigkeit und moderne Technik
Die Kelag Energie & Wärme investiert rund 28 Millionen Euro in das Biomasse-Fernwärmesystem von Lustenau. Dieses umfasst ein hochmodernes Heizwerk sowie ein geplantes Fernwärmenetz von 17 Kilometern Länge, das rund 200 Gebäude versorgen wird. Mit einem Biomassekessel, einer Wärmepumpe und einem Ölkessel als Reserve erreicht das System einen erneuerbaren Anteil von über 90 Prozent. Im Endausbau sollen jährlich etwa 22 Millionen Kilowattstunden Wärme bereitgestellt werden. Diese Infrastruktur sichert nicht nur die Versorgung, sondern fördert auch die regionale Wertschöpfung und stärkt den Wirtschaftsstandort Lustenau.
Lokale Partnerschaften als Erfolgsfaktor
Ein zentraler Baustein des Projekts ist die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Die Marktgemeinde Lustenau und die Firma Rauch LFL GmbH, die die Biomasse liefert, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Unterstützt wird das Vorhaben zudem durch Förderungen des Landes Vorarlberg, das den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv vorantreibt.