
Niederösterreich setzt auf eine nachhaltige Energiezukunft und hat in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte bei der Nutzung erneuerbarer Energien erzielt. Mit einem ambitionierten Ziel, bis 2030 insgesamt 1.000 Biomasseheizwerke zu betreiben, spielt das Bundesland eine Vorreiterrolle in Österreichs Energiewende. Doch trotz der Erfolge stehen weiterhin Herausforderungen bevor, insbesondere im Bereich fossiler Energieträger und Treibhausgasreduktion.
Biomasse als Schlüssel zur Wärmeversorgung
Seit 2005 hat sich die Erzeugung biogener Fernwärme in Niederösterreich mehr als verfünffacht. Über ein weitreichendes Netz von Biomasse-Nahwärmeanlagen und Kraftwärmekopplungsanlagen werden mittlerweile 150.000 Haushalte mit Wärme aus regionalen Holzressourcen versorgt. Holzenergie hat dabei Erdgas als wichtigste Raumwärmequelle abgelöst, wobei Scheitholz mit über 80 % den größten Anteil ausmacht. Der Einsatz von Pellets hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten fast verzehnfacht, was die wachsende Beliebtheit dieser Heizform unterstreicht.