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24.08.2021

Baustellenbegehung beim Biomasseheizkraftwerk in Krems

Von links nach rechts: Der Kremser Bürgermeister Reinhard Resch

Niederösterreichs Landeshauptfrau Mikl-Leitner unterstützt den Ausstieg aus Öl und den Ausbau Erneuerbarer Energien.

Nach langer Wartezeit fiel im Frühjahr der Startschuss für den Bau des EVN Biomasseheizkraftwerkes im östlichen Kremser Industriegebiet. Direkt neben dem Gemeindeabwasserverband soll bis Frühjahr 2023 Waldhackgut aus der Region in wertvolle und nachhaltige Naturwärme und Ökostrom für die Region verwandelt werden.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner über die regionale, saubere und ökologische Energieversorgung aus heimischen Ressourcen: „Bereits jetzt werden fast 40 Prozent der Haushalte der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher mit der sauberen Wärme aus Biomasse, wie Hackschnitzel, versorgt. Das Biomasseheizkraftwerk Krems unterstützt uns beim Ausstieg aus dem Öl und beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, mit deren Hilfe wir seit 2015 100 Prozent des Strombedarfes in Niederösterreich decken können.“

Die Biomasse-Anlage in Krems ist ein Projekt, auf das die EVN und die Stadtgemeinde Krems länger warten mussten, als gedacht: Denn obwohl das Projekt von einem breiten überparteilichen Konsens getragen und der Genehmigungsprozess 2015 ohne einen einzigen Einspruch abgeschlossen wurde, musste das Projekt über fünf Jahre auf Mittel aus der Ökostromförderung warten.

Umso mehr freut sich Bürgermeister Reinhard Resch, dass es nun endlich losgeht: „Krems hat sich ein ehrgeiziges energiepolitisches Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2030 wollen wir rechnerisch unabhängig von Energieproduzenten außerhalb des Bezirks werden, d.h. es soll jene Energie in unserer Stadt selbst erzeugt werden, die wir im Schnitt täglich brauchen. Das geplante Biomasse-Heizkraftwerk ist dafür ein unverzichtbarer Meilenstein, weil es uns Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung stellen kann. Und es gilt, keine Zeit zu verlieren.“

Diese Freude teilt EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz: „Wir haben in Krems eine sehr starke Nachfrage nach unserer Naturwärme, die durch die geplanten Klimaziele der Bundesregierung noch weiter steigen wird. Mit dem modernen Biomasseheizkraftwerk können wir diesen Bedarf aus nachhaltigen Rohstoffen aus der Region decken und auch das immer noch anfallende Schadholz verwerten. Wir freuen uns, dass wir endlich losstarten können“.

Wenn alles nach Plan läuft, soll die Anlage ab Anfang 2023 Ökostrom und Naturwärme aus der Region für die Region liefern. Die Daten zum Projekt: Die Leistungsdaten belaufen sich auf 5 MW elektrisch und mind. 15 MW thermisch, es wird Ökostrom für umgerechnet 15.000 Haushalte und Naturwärme für umgerechnet bis zu 30.000 Haushalte geliefert, die CO2-Einsparung beläuft sich auf rund 25.000 Tonnen pro Jahr. Die geplante Gesamt-Investition beträgt rund 30 Millionen Euro. Die regionale Wertschöpfung durch Biomasse (inkl. Schadholz) aus der Region beläuft sich auf jährlich mehr als vier Millionen Euro.

Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN insbesondere im Wärmebereich seit vielen Jahren von großer Bedeutung. Das Unternehmen betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits rund 70 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich. Etwa zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme wird aus Biomasse erzeugt. Durch die enge Kooperation der EVN mit der regionalen Land- und Forstwirtschaft bleibt die Wertschöpfung der Region erhalten. Die EVN setzt auf regionale Biomasse und arbeitet nur mit österreichischen Partnern. Mit einem Einsatz von rund 2 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel ist die EVN der größte Naturwärmeversorger aus Biomasse in Österreich.

Quelle: NÖ Landespressedienst

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