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21.01.2014

Biomasse-Tuning: Auszeichnung für Energiecomfort

Energiecomfort hat ein „Tuning“ für Biomasse-Anlagen entwickelt: Mit weniger Brennstoffeinsatz kann mehr Wärme erzeugt werden. Viele unrentable, aber ökologisch sinnvolle Ortswärmenetze können damit profitabler geführt werden. Das „Tuning-Produkt“ von Energiecomfort wird seit der Markteinführung vor einem Jahr stark nachgefragt. Derzeit werden von den Tuning-Spezialisten der Energiecomfort in ganz Österreich vom Bodensee bis zum Neusiedler See dutzende Anlagen mit einer Leistung von mehr als 100 Megawatt analysiert, mit dem Ziel diese zu optimieren. „Energiecomfort, führender Spezialist für Energieeffizienz, kann durch Feinabstimmung  bestehender Biomasse-Anlagen mehr Leistung herausholen, damit diese wirtschaftlicher betrieben werden können“, sagt der Geschäftsführer von Energiecomfort, Manfred Blöch.

Rupprechter zeichnet Biomasse-Tuning aus

Im Rahmen der 4. Mitteleuropäischen Biomassekonferenz in Graz wurde das Unternehmen Energiecomfort jetzt für seine innovativen Effizienzbemühungen ausgezeichnet. „Indem maßgeschneiderte Konzepte gegenüber Standardlösungen zu einer deutlichen Verbesserung des Betriebsverhaltens und zur Reduktion des Brennstoffeinsatzes führen“, wie es in der Laudatio hieß, leiste das „Biomasse-Tuning“ von Energiecomfort einen wesentlichen Beitrag im Sinne des klima:aktiv Programms qm:heizwerke. Dieses wurde vom Lebensministerium initiiert, um CO2-Emissionen in Österreich nachhaltig zu verringern und gleichzeitig die Effizienz von Biomasseheizwerken zu steigern. Der Preis wurde von Andrä Rupprechter, dem Bundesminister für Land-, Forst-, Umwelt und Wasserwirtschaft an Thomas Hartner, dem Mastermind des Biomasse-Tunings bei Energiecomfort, überreicht.

Bundesminister Andrä Rupprechter überreicht die Auszeichnung an Thomas Hartner.

Biomasse-Tuning goes Europe

Dazu Blöch: „Wir freuen uns sehr, dass unser Bestreben zur Verbesserung der Qualität und Steigerung der Effizienz von Biomasseheizwerken und Nahwärmenetzen geschätzt und mit einer Auszeichnung gewürdigt wurde. Damit können wir weitere Schritte über die österreichischen Grenzen hinaus setzen.“ Biomasse-Tuning, die Innovation aus Österreich, könnte sich damit auch zum Exportschlager entwickeln.

Biomasse-Tuning nun auch mit Finanz-Optimierung

Besonderer Pluspunkt des Tunings: Energiecomfort übernimmt auf Wunsch neben der technischen Optimierung nun auch als zusätzliche Dienstleistung eine finanztechnische Optimierung, bei der die Finanzierungs- und Fördersituation durchleuchtet und optimiert werden. „So können unsere Geschäftspartner unseren reichen Erfahrungsschatz beim Betreiben von Biomasseanlagen zu Geld machen“, betont Blöch.

Wie funktioniert das „Biomasse-Tuning“?

Thomas Hartner, Mastermind des Biomasse-Tunings: „Mit der neuen Steuerung haben Betriebsführer Zugriff auf tiefere Programmebenen und einen wesentlich erweiterten Einstellbereich. Die Zuschaltung des Spitzenlastkessels (Erdgas/Heizöl) wird neu ausgelegt. Die Bandbreite des Hauptkesselbetriebes kann damit um bis zu 20 Prozent der Nominalleistung erweitert werden. Eine spezielle Regelung der Rücklaufanhebung und erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten des Glutbettes werden als zusätzliche Funktionen implementiert.“ Gesamteffekt: Einsparungen zwischen mindestens 20 und maximal 45 Prozent – ja nach Anlagentyp.

Das Biomasse-Tuning startet mit einer detaillierten Analyse der bestehenden Hardware und Software. Dann wird ein Prüfstand mit neuen und vertrauten Hardwarekomponenten für die sogenannten Kalt-Tests eingerichtet. Im Versuch werden alle Anlagenfunktionen systematisch durchgespielt und die neu programmierte Software aufgesetzt. Die Techniker von Energiecomfort begleiten den gesamten Prozess der Inbetriebnahme der neuen Regelungsanlage und Feinjustierung in einer mehrwöchigen Optimierungsphase.

Das „Biomasse-Tuning“

Die Erfahrungen aus den sechs eigenen Biomassewerken von Energiecomfort in Österreich und im benachbarten Bayern sind in die Entwicklung des „Biomasse-Tunings“ eingeflossen: Die Anlagen verbrauchen in Summe rund 200.000 Schüttraummeter Hackgut pro Jahr. Große Effizienzsteigerungen konnten bei unterschiedlichen Baumodellen von Kesseln und Reglern erreicht werden.

Blöch: „Wir haben die technischen Grenzen unserer eigenen Einrichtungen ausgelotet. Das Ergebnis des Feintunings kann sich sehen lassen. Wir haben Effizienzsteigerungen von über 100 Kilowattstunden Wärme pro Schüttraummeter Holz erreicht.“ Blöch erläutert das anhand eines Vergleichs aus dem Motorsport: „Unsere Biomasse-Anlagen sind Spritsparer mit der Dynamik eines Formel-1-Boliden.“

Der Brennwertvergleich

Zum Vergleich: Der theoretische Wärmeinhalt eines Schüttraummeters trockenen Waldhackguts liegt bei rund 1.200 Kilowattstunden. Betreiber gut eingestellter Anlagen erreichen mit handelsüblicher Biomasse 550 bis 600 Kilowattstunden Wärme – je nach Kessel – eine bereits passable Energieausbeute. Energiecomfort hingegen holt aus derselben Rohstoffmenge durchschnittlich bis zu einem Viertel mehr Energie heraus: Aktuell sind das rund 700 Kilowattstunden Wärme pro Schüttraummeter Holz, in manchen Fällen bis zum Spitzenwert von 88 Prozent. Blöch: „Damit können wir nicht nur unsere eigenen Heizwerke profitabel führen. Wir helfen auch anderen Bertreibern, ihre Anlagen zu optimieren.“

Gemeinden wünschen sich rentable Energieautarkie

Mit dem Biomasse-Tuning schafft Energiecomfort noch bessere Rahmenbedingungen für Biomasseanlagen. Blöch: „Viele Gemeinden wünschen sich Ökoenergie und rentable Energieautarkie. Mit Biomasse-Tuning können wir ihnen helfen, diese Wünsche in die Praxis umzusetzen und ihre Anlagen profitabel zu führen.“

Über Energiecomfort

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