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05.04.2022

Energiewende-Beschleunigungspaket für Niederösterreich

NÖ LH Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Pernkopf und EVN-Vorstandsdirektor Mittermayer stellten ein revolutionäres Energiekonzept für Niederösterreich vor.

Mit dem Paket wolle man vor allem „den Ausbau vorantreiben und die Bürokratie reduzieren“, so Johanna Mikl-Leitner. Dies solle in drei Schwerpunkten passieren: Erstens mit Investitionen in saubere und sichere Energie und dem Einsatz regionaler Lösungen.

Dazu zählt etwa das Biomasse-Heizkraftwerk der EVN in Krems, durch das 30.000 Haushalte mit Wärme und 15.000 mit sauberem Strom versorgt werden. Die EVN plane alleine für heuer Investitionen in der Höhe von 400 Millionen Euro; in den nächsten zehn Jahren sollen noch Investitionen im von 3,5 Milliarden Euro folgen.

Der zweite Punkt des „Beschleunigungspaketes“ betrifft den Photovoltaik-Ausbau. Dieser soll aktiv angegangen und beschleunigt werden. Die in Arbeit befindliche Photovoltaik-Zonierung soll vorgezogen und noch vor dem Sommer präsentiert werden. PV-Dachanlagen brauchen aktuell ab 200 KiloWatt-Peak (d.h. einer Fläche von 1.200 Quadratmetern) diverse Genehmigungen und Gutachten. Diese Untergrenze soll nun nach oben gesetzt werden.

Der dritte Paket-Punkt betrifft die Verfahrens-Beschleunigung durch mehr Personal-Ressourcen, der vierte Punkt Widmungserleichterungen für Energieversorgungs-Gebäude, wie sie auch schon in der letzten Raumordnungsnovelle vorgesehen sind.

EVN-Vorstandsdirektor Franz Mittermayer berichtet über die Unternehmensziele beim Ausbau der erneuerbaren Energie: Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse sollen verstärkt zum Einsatz kommen und die vorhandenen Netze verstärkt werden – z. B. durch den Ausbau von Hochspannungs- und Niederspannungsleitungen sowie Umspannwerken.

Ein Herzeigeprojekt ist laut Mittermayer der Standort Dürnrohr: „Früher war dort ein Kohlestandort, heute ist es längst ein Energieknoten.“ In Dürnrohl soll neben der Müllverbrennungsanlage und einer großen PV-Anlage u. a. auch die Klärschlammverwertung forciert werden.

Dies alles geschieht auch vor dem Hintergrund des Ukraine Krieges. Mikl-Leitner weist darauf hin, dass es schon jetzt klar sei, dass „dieser Krieg Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat“ – etwa die Versorgung mit Rohstoffen, Lebensmitteln und Energie. So betont sie: „Es ist wichtig, dass wir die Abhängigkeit von Russland reduzieren, verstärkt auf Diversifikation setzen und die erneuerbare Energie ausbauen.“

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