
Das Burgenland hat sich in den letzten Jahren zu einem Vorzeigebeispiel für den Ausbau erneuerbarer Energien entwickelt. Mit einem beeindruckenden Sprung von 50 % auf über 70 % Erneuerbaren-Anteil am Energieverbrauch innerhalb von nur drei Jahren nimmt das Bundesland eine Spitzenposition in Österreich ein. Doch neben Windkraft und Photovoltaik spielt auch die Bioenergie eine entscheidende Rolle – insbesondere im Bereich der Fernwärme, die im Burgenland eine einzigartige Erfolgsgeschichte schreibt.
Fernwärme wird hier zu 100 % aus Biomasse erzeugt, ein Alleinstellungsmerkmal unter den österreichischen Bundesländern. Über 90 Biomasseheizwerke und mehrere Holzkraftwerke sorgen dafür, dass die Fernwärme ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammt. Damit leistet das Burgenland nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, sondern auch zur Reduktion von Treibhausgasemissionen.
Die Bedeutung der Holzenergie für die Raumwärme ist im Burgenland besonders hoch: Sie deckt 48 % des Wärmeverbrauchs der Haushalte und übertrifft damit den Verbrauch von fossilen Energien zusammen. Fernwärme trägt dabei mit 5 % einen wichtigen Anteil bei.
Mit dem Ziel der bilanziellen Klimaneutralität bis 2030, das im burgenländischen Klimaschutzgesetz verankert ist, setzt das Burgenland weiterhin auf nachhaltige Lösungen. Fernwärme aus Biomasse bleibt dabei ein zentraler Baustein, um fossile Energien zu ersetzen und die Klimaziele zu erreichen.