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01.12.2014

Fernwärme ist der Heizkostensieger

Gemessen an den Gesamtkosten ist Fernwärme laut einem Vergleich der Österreichischen Energieagentur (Austrian Energy Agency) derzeit die günstigste Art, ein Einfamilienhaus zu heizen. Öl- und Pellets-Heizungen zählen dagegen zu den teuersten.

Rechtzeitig zu Beginn der Heizsaison präsentierte die Österreichische Energieagentur ihren jährlichen Heizkostenvergleich. Dieser zeigt, „welche Heizsysteme welche Kosten und auch CO2-Emissionen verursachen. Die Verbindung dieser Daten gibt Aufschluss über jene Heizsysteme, die sich sowohl positiv auf die eigene Haushaltskasse als auch auf die Umwelt auswirken“, erklärt Peter Traupmann, Geschäftsführer der AEA.

Der Heizkostenvergleich beinhaltet folgende Heizsysteme:

Fernwärme
Erdgas-Brennwert
Öl-Brennwert
Scheitholz
Pellets
Wärmepumpe - Luft/Wasser
Wärmepumpe - Sole/Wasser mit Erdsonde

Einfamilienhaus als Richtwert

Die Energieagentur berücksichtigte für ihren Vergleich laut Angaben einerseits die Brennstoffkosten, aber auch die Investitions- und Instandhaltungskosten der verschiedenen Heizungssysteme. Da sich die Investitionskosten im Einzelfall sehr stark voneinander unterscheiden, wurden diese in einer Maximal- mit kompletter Neuausstattung des Gebäudes und einer Minimalvariante mit Beibehaltung von Energieträger und Komponenten berechnet. Als Referenz wurde ein Einfamilienhaus (Wohnfläche 148 m2) unsaniert, saniert und als Neubau herangezogen. Die Berechnungen erfolgten auf Basis der Energiepreise vom November 2014.

Vollkosten der Fernwärme am niedrigsten

Das Heizsystem mit den günstigsten Heizkosten auf Vollkostenbasis ist laut AEA Fernwärme. Das trifft auf alle untersuchten Varianten zu, egal ob das Gebäude unsaniert oder saniert ist, ob man die Investitionskosten in der Maximal- oder Minimalvariante berücksichtigt, oder es sich um einen Neubau handelt. Dies ist im Wesentlichen auf die in Relation zu anderen Heizungssystemen geringen Investitions- und Instandhaltungskosten von Fernwärme zurückzuführen.

Betrachtet man die jeweils drei günstigsten Heizsysteme so schneiden neben der Fernwärme bei allen Gebäudevarianten auch Erdgas-Brennwert-Systeme gut ab. Im thermisch unsanierten oder sanierten Einfamilienhaus zählen auch Scheitholzkessel dazu, sowie Wärmepumpen auf Basis Luft/Wasser Systeme im Neubau.

Das teuerste Heizsystem ist im unsanierten Einfamilienhaus der Öl-Brennwertkessel, im sanierten Einfamilienhaus und im Neubau der Pellets-Kessel. Die jährlichen Mehrkosten gegenüber Fernwärme werden mit 1.600 bis 1.900 Euro beziffert.

Über die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency

Die Österreichische Energieagentur ist das nationale Kompetenzzentrum für Energie in Österreich. Sie berät auf Basis ihrer vorwiegend wissenschaftlichen Tätigkeit Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in der Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Dazu realisiert die Österreichische Energieagentur nationale und internationale Projekte und Programme, führt gezielte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit durch und entwickelt Strategien für die nachhaltige und sichere Energieversorgung. Die Österreichische Energieagentur setzt klimaaktiv - die Klimaschutzinitiative des BMLFUW - operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie.

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