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27.04.2016

Fernwärmeausbau tut der Luft in Linz gut

Zusätzlich zu den 70 Prozent der Linzer Haushalte sind 90 Prozent der öffentlichen Gebäude wie Schulen, Spitäler, Brucknerhaus und Musiktheater an das Fernwärmenetz angeschlossen. Linz ist somit Österreichs Fernwärmehauptstadt. Zum Vergleich: In ganz Österreich beträgt der Fernwärme-Marktanteil bei Heizungen 24 Prozent, in Wien haben 35 Prozent der Wohnungen Fernwärme, halb so viel wie in Linz.

Und die Linz AG baut ihr Fernwärmenetz weiter aus. "Bis 2020 sollen weitere 10.000 Wohnungen versorgt werden", sagt Linz-AG-Aufsichtsratschef Bürgermeister Klaus Luger. 100 Millionen Euro kostet der weitere Ausbau, bei dem fast nur österreichische Unternehmen zum Zug kommen.

Die Linz AG betreibt ihre Fernheizkraftwerke zu 40 Prozent mit erneuerbarer Energie wie Biomasse (z. B. Holzabfälle) und Müll. Abgesehen von den sieben kleinen Biomasse-Werken außerhalb von Linz sind alle Heizwerke der Linz AG auch Kraftwerke zur Stromerzeugung. "Da erreichen wir einen Wirkungsgrad von 80 Prozent. Nur 20 Prozent der eingesetzten Energie gehen verloren", sagt Wolfgang Dopf, der für Energie zuständiger Linz-AG-Vorstand.

"Feiertag"

Am 22. April, gab es aus Anlass des 70.000ten Fernwärmeanschlusses beim Fernheizkraftwerk Linz-Mitte (Nebingerstraße) ein Fest mit Alfons Haider. Auch die Holz-Kraftsportler "Eurojack" hatten einen Auftritt. Besucher konnten das Kraftwerk besichtigen, auf den 186 Meter hohen Schornstein hinauf fahren und schöne Preise gewinnen.

Ein Teil der Luftsanierung

Bis zum Ende der Achtzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts war Linz wegen der gesundheitsgefährdenden Qualität der Luft berüchtigt. Hauptverursacher der starken Belastung mit Schadstoffen (Kohlendioxid, Schwefeldioxid, Stickoxide und Staub) waren die beiden damaligen größten Linzer Industriebetriebe Voest und Chemie Linz AG.

Nach Bürgerprotesten konnten Politiker wesentliche Sanierungsmaßnahmen in der Industrie durchsetzen. Hauptperson des Bürgerprotests war der spätere Steyregger Bürgermeister Josef Buchner. Wichtiger Linzer Luftsanierungspolitiker war der damalige Stadtrat Josef Ackerl, der spätere SP-Landeschef.

Unter dem damaligen ESG-Generaldirektor Helmut Draxler (er war später ÖBB-Chef) begann 1989 der große Ausbau der Fernwärmeversorgung in Linz.

Quelle: nachrichten.at

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