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12.02.2021

Kälteeinbruch: Heizrekord der Saison

Spittelau im Jänner 2019.

Wien Energie sorgt in der Bundeshauptstadt für warme Wohnzimmer trotz eisiger Kälte. Die Energieversorgung ist auch bei tiefsten Temperaturen gesichert. Die klimafreundliche Fernwärme wird weiter ausgebaut.

Durch den starken Kälteeinbruch von Mittwoch auf Donnerstag hat Wien Energie gestern früh gegen 08:00 Uhr bei -6,9°C den vorläufigen Fernwärme-Heizrekord der Saison erreicht. Die Wien Energie-Kraftwerke haben mit einer Leistungsspitze von 2.086 Megawatt (MW) die Stadt mit Fernwärme versorgt. Für die kommenden Tage sind weiterhin niedrige Temperaturen zu erwarten, von einem historischen Heizrekord ist Wien aber noch weit entfernt. Dieser wurde am 3. März 2018 mit 2.414 MW erreicht. Zum Vergleich: An einem durchschnittlichen Wintertag liegt die Wärmeleistungsspitze in Wien bei etwa 1.600 MW.

„Tage wie gestern und heute zeigen, wie wichtig eine zuverlässige Wärmeversorgung ist. Wien Energie ist auch für die kälteste Zeit des Jahres gut gerüstet. Wir sorgen dafür, dass es auch bei eisigen Außentemperaturen zu Hause angenehm warm bleibt“, so Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie. „Um das auch in Zukunft sicherzustellen, investieren wir in den nächsten Jahren massiv in den Ausbau klimafreundlicher Fernwärme.“

Zwischenbilanz: Trotz Lockdown-Winter bislang kein Corona-Effekt spürbar

Die Corona-Beschränkungen und Lockdowns im Winter führen insgesamt zu keinem erhöhten Wärmebedarf in Wien. Witterungsbedingt wurde zwar etwas mehr geheizt als im Vorjahr, Corona-Effekt ist bei der Fernwärme bisher aber keiner zu sehen. Seit Beginn der Heizsaison ab Oktober bis gestern haben die Wienerinnen und Wiener insgesamt rund 6 Prozent mehr Fernwärme verbraucht als in der vorigen Saison. Der Winter fällt bisher zwar etwas kälter aus als im Vorjahr, die Temperaturen seit Oktober 2020 liegen aber sogar um etwa 0,7°C über dem 30-jährigen Durchschnitt. Die Heizsaison ist noch nicht zu Ende, sie geht jedenfalls bis Ende März, erst dann kann eine endgültige Bilanz gezogen werden.

Energieverbrauch von vielen Faktoren abhängig

Wieviel Energie in einem Haushalt tatsächlich verbraucht wird, ist stark vom individuellen Verhalten, Heizungsart und -einstellungen, aber auch Faktoren wie Dämmung und dem allgemeinen Zustand des Gebäudes abhängig. Wer mehr Zuhause – zum Beispiel im Homeoffice – ist, benötigt ebenfalls mehr Energie. Wichtig ist hier auf Energiesparmöglichkeiten zu achten: Wer etwa die Raumtemperatur nur um 1°C senkt, spart 6 Prozent Heizenergie.

Klimafreundlicher Wärmeausbau entscheidend

Für den Klimaschutz spielt eine umweltfreundliche Wärmeversorgung eine entscheidende Rolle. Der Wärmesektor ist heute in Österreich für etwa die Hälfte des Endenergieverbrauchs und knapp 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Wien heizt bereits heute sehr umweltfreundlich und spart dank der Fernwärme jedes Jahr 1,5 Millionen Tonnen CO2 ein. Wien Energie baut die klimafreundliche Fernwärme immer weiter aus. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf die Nutzung vorhandener Abwärme und Geothermie.

Insgesamt versorgt Wien Energie über 400.000 Wiener Haushalte und 7.100 Großkunden mit Fernwärme. Das Wiener Fernwärmenetz hat eine Länge von über 1.200 Kilometern. Das entspricht etwa der Strecke von Wien bis Stockholm. Der große Anlagenpark aus Müllverbrennungsanlagen, Großwärmepumpen, Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Industrie-Abwärme wie z.B. der Mannerfabrik und dem vereinzelten Einsatz der Heißwasserkessel sorgt auch unter extremen Bedingungen für eine sichere und klimafreundliche Versorgung.

Quelle: Wien Energie

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