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04.05.2015

KELAG Wärme GmbH gewinnt Epcon Award

Für die Umstellung der Fernwärmeversorgung Trofaiach von Erdgas auf industrielle Abwärme wurde die KELAG Wärme GmbH mit dem Epcon Award 2015 ausgezeichnet.

Kelag-Vorstand Manfred Freitag und KELAG Wärme-Geschäftsführer Günther Stückler freuen sich über den Preis.

Die KELAG Wärme GmbH investierte rund 6,5 Millionen Euro in den Bau der 8,2 km langen Fernwärmeleitung nach Trofaiach. Seit Dezember 2014 werden über diese Fernwärmeleitung rund 32 Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr von Donawitz nach Trofaiach transportiert. Das entspricht dem Wärmebedarf von 6.500 Wohnungen und verringert den Ausstoß von CO2 um 6.000 Tonnen pro Jahr. Das Heizwerk in Trofaiach auf Basis Erdgas dient jetzt nur noch als Ausfallsreserve.

„Die Umstellung der Wärmeversorgung von Trofaiach auf industrielle Abwärme ist ein schönes Beispiel, dass durch die konstruktive Zusammenarbeit mehrerer Partner ein zukunftsweisendes, umweltfreundliches Projekt verwirklicht werden kann. Es freut uns, dass wir mit diesem Projekt den Epcon Award 2015 gewonnen haben, gegen die starke Konkurrenz von 26 namhaften Unternehmen“, sagt Günther Stückler, Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH.

„Das Projekt Trofaiach verdeutlicht unsere Unternehmensstrategie“, betont Stückler. „Wo immer es möglich ist, nutzen wir bei der Fernwärmeversorgung industrielle Abwärme. In Weißkirchen nutzen wir seit 1985 industrielle Abwärme, bei der Abwärmenutzung von Pöls sind wir Projektpartner.“ Auch in Linz, Laakirchen, St. Veit an der Glan, Wolfsberg und Neudörfl im Burgenland nutzt die KELAG Wärme GmbH Abwärme von Industriebetrieben für die Fernwärmeversorgung. „Wo es keine Abwärme gibt, setzen wir auf Biomasse“, erläutert Stückler. „In Hartberg zum Beispiel betreiben wir das größte Biomasseheizwerk in der Steiermark. Unser Ziel ist es, auf fossile Energieträger möglichst zu verzichten.“

Möglich wurde dieses innovative Projekt in der Obersteiermark durch die Zusammenarbeit der KELAG Wärme GmbH mit den Stadtwerken Leoben und der voestalpine Donawitz. Die Stadtwerke Leoben stellen der KELAG Wärme GmbH Abwärme bereit, die aus dem Produktionsprozess der voestalpine Donawitz ausgekoppelt wird. Die Stadtwerke Leoben investierten rund eine Million Euro in den Umbau der Wärme-Auskoppelungsanlage, die KELAG Wärme GmbH baute die Fernwärmeleitung nach Trofaiach.

Die KELAG Wärme GmbH ist der größte österreichweit tätige Anbieter von Fernwärme auf der Basis von industrieller Abwärme und Biomasse. Das Unternehmen mit Sitz in Villach und rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreibt mehr als 900 Heizzentralen und 82 Fernwärmenetze. Knapp die Hälfte der Wärmeaufbringung stammt aus industrieller Abwärme und Bioenergie. Der Wärmeabsatz der KELAG Wärme GmbH umfasst rund 1,5 Milliarden Kilowattstunden.

In der Steiermark ist die KELAG Wärme GmbH seit mehr als 30 Jahren vertreten, das Unternehmen betreibt hier 21 Fernwärmenetze und 143 Heizzentralen und liefert an steirischen Kunden pro Jahr rund 300 Millionen Kilowattstunden Wärme. Am Standort Graz beschäftigt die KELAG Wärme GmbH 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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