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17.03.2016

Neues Biomasse-Heizwerk in Hermagor

Mit einem Spezialkran wurde Anfang Februar 2016 die rund 30 Tonnen schwere Feuerbox in das neue Biomasse-Heizwerk in Hermagor eingehoben.

Zurzeit wird von der KELAG Wärme GmbH in Hermagor ein neues Biomasse-Heizwerk errichtet. Ab April wird die Biowärme der KELAG Wärme GmbH auch für die Trocknung von Holz und rund 30.000 Tonnen Pellets verwendet.

Industriekunden in Österreich setzen im Bereich der Wärmeversorgung verstärkt auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Biomasse wird in der Erzeugung von Wärme für Produktionsprozesse in der Industrie immer wichtiger. NORICAPELLETS ist ein hundertprozentiger Schwesternbetrieb des traditionsreichen Holzbetriebes HASSLACHER HERMAGOR. Beide Betriebe kaufen etwa 280.000 Festmeter Rundholz ein, wovon 240.000 fm davon im Sägewerk verarbeitet und 40.000 fm über den Rundholzhandel weiterverkauft werden. „Unsere Norica-Pellets sind ein hundertprozentiges biologisches Produkt ohne jegliche chemische Zusätze, mit höchstem Brennwert und Heizkomfort“, berichten die beiden Geschäftsführer Maria und Leopold Schnaubelt. Die Pelletier-Anlage befindet sich direkt neben dem Sägewerk. Das Risiko der Verschmutzung bei Lagerung und Transport entfällt daher, da nur reine Fichtensägespäne aus eigener Produktion verwendet werden.

Biowärme für industriellen Produktionsprozess

„Ökologie und Energieeffizienz sind zentrale Themen für uns. Aus diesem Grund haben wir in eine moderne Pellets-Produktion investiert. Das hochwertige Restholz und die erstklassigen Fichtensägespäne, die in der Sägewerksproduktion anfallen, werden bei uns optimal weiterverwertet“, erzählen die beiden Geschäftsführer weiter. Es ist daher naheliegend, dass künftig auch die Bio-Wärme der KELAG Wärme GmbH genutzt wird: „Schon Ende April, nach Fertigstellung des Biomasse-Heizwerks, werden wir mit dem umweltfreundlichen Produkt jährlich rund 30.000 Tonnen Pellets trocknen. Das passt perfekt zu unserer Unternehmensphilosophie“.

Biomasse-Heizwerk Hermagor

Die neue Anlage verfügt über eine Nennleistung von vier Megawatt. Die Wärmeerzeugung erfolgt ausschließlich über naturbelassene Biomasse. Die Inbetriebnahme des Heizwerks ist für Ende April 2016 geplant. Danach kann die bestehende Flüssiggasanlage, mit der die Pellets-Trocknung derzeit noch erfolgt, außer Betrieb genommen werden und zukünftig nur noch als Ausfallreserve dienen“, so Günther Stückler, Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH. „Die neue Biomasseanlage ist eine Heißwasserkesselanlage, ausgeführt mit einer hydraulischen Brennstoffbeschickung, einer Vorschubrostfeuerung und einem stehenden Heißwasserwärmetauscher. Die Anlage kann mit einer Vorlauftemperatur von bis zu 210 Grad Celsius betrieben werden. In weiterer Folge wird das Heißwasser über eine neu errichtete Heißwasserleitung zur Pellets-Produktion der Fa. NORICAPELLETS transportiert. Dort wird über einen Heißwasser-Dampfwärmetauscher der erforderliche Prozess-Dampf für die Pelletierung erzeugt“, erläutert Günther Stückler die technischen Details.

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