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13.04.2026

Neues Biomassekraftwerk in St. Pölten: Ein Schritt in Richtung nachhaltige Energieversorgung

© EVN/Matejschek

In St. Pölten wurde ein modernes Biomasseheizkraftwerk in Betrieb genommen, das sowohl Haushalte als auch die Industrie mit umweltfreundlicher Energie versorgt. Mit einer Investitionssumme von rund 50 Millionen Euro setzt das Projekt auf regionale Biomasse und trägt maßgeblich zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. Jährlich sollen durch die Anlage etwa 25.000 Tonnen CO2 eingespart werden, ein bedeutender Beitrag zur Klimastrategie der Stadt und des Landes Niederösterreich.

Das Kraftwerk ersetzt eine alte erdgasbetriebene Anlage und nutzt Hackschnitzel aus regionaler Forstwirtschaft, darunter auch Schadholz, um Strom und Wärme zu erzeugen. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung werden 15.000 Haushalte mit Ökostrom und bis zu 30.000 Haushalte mit Naturwärme versorgt. Zudem profitiert die Industrie, wie etwa die Salzer-Gruppe, die den erzeugten Dampf für ihre Produktionsprozesse nutzt.

Das Fernwärmenetz der Stadt, das seit über 60 Jahren besteht und mittlerweile 78 Kilometer umfasst, wird durch die neue Anlage weiter gestärkt. Mit einem Anteil von 40 Prozent der angeschlossenen Haushalte und öffentlichen Gebäude spielt es eine zentrale Rolle in der Energieversorgung von St. Pölten. Die Wärme stammt bisher größtenteils aus der Abwärme der Müllverbrennungsanlage Dürnrohr, wird nun jedoch durch die Biomasseanlage ergänzt.

Das Projekt unterstreicht die Bedeutung erneuerbarer Energien für Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung, insbesondere in Zeiten internationaler Krisen. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit und CO2-neutraler Wärmeversorgung, der sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile für die Region bringt.

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