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22.10.2015

Sozialer Wohnbau ganz ökologisch

Wiener Wohnen-Geschäftsführer Josef Neumayer (2.v.l.) und Vorsitzender der Wien Energie-Geschäftsführung Thomas Irschik (3.v.l.) mit dem Projektteam bei der Präsentation der Klimapartnerschaft für rund 120.000 Gemeindewohnungen in rund 1.100 Gebäuden.

Städtische Wohnhausanlagen sparen in Wien jährlich 299.991 Tonnen CO2. Verantwortlich dafür ist die Versorgung von über 120.000 Gemeindewohnungen in 1.100 Gebäuden mit Fernwärme.

Die TU Wien hat diese Einsparungen durch ein Zertifikat bestätigt. In einer Klimaschutzpartnerschaft werden Wiener Wohnen und Wien Energie gemeinsam den Bereich effiziente Energieversorgung und Fernwärme ausbauen und damit die Emissionsmengen weiter nachhaltig reduzieren.

Wiener Wohnen-Geschäftsführer Josef Neumayer: "Die Nutzung von Fernwärme hat für unsere MieterInnen einen klaren Mehrwert. Fernwärme wird zuverlässig ins Haus geliefert, sie ist komfortabel im Gebrauch und umweltfreundlicher als andere Heizsysteme. Als größte soziale Hausverwaltung Europas setzen wir im Bau und Betrieb seit langem auf Umweltschutz und effizienten Energieeinsatz. Wir freuen uns sehr über die Klimaschutzpartnerschaft mit Wien Energie."

Der Vorsitzende der Wien Energie-Geschäftsführung Thomas Irschik:
"Die enorme Klimaschutz-Dimension zeigt ein Vergleich: Die CO2-Reduktion in den Gemeindewohnungen durch den Einsatz von Fernwärme entspricht dem jährlichen Schadstoffausstoß von rund 150.000 PKW. In Zusammenarbeit mit Wiener Wohnen haben wir einen enormen Hebel, um in der Stadt zu sauberer Luft und Klimaschutz beizutragen. Energieeffiziente KundInnenlösungen und der Ausbau erneuerbarer Energieträger werden in den nächsten Jahren weiterhin im Zentrum unserer Investitionen stehen."

In Wien sind derzeit 350.000 Haushalte und mehr als 6.500 Betriebsobjekte ans Fernwärmenetz angeschlossen. Dadurch werden in der Bundeshauptstadt CO2-Emissionen von rund 1,5 Mio. Tonnen pro Jahr vermieden. Fernwärme ist in Wien um rund 75 Prozent energieeffizienter als vergleichbare Heizformen. Hinsichtlich der Treibhausgasemissionen ist Fernwärme in Wien mit Biomasseheizungen vergleichbar. Ohne Fernwärme wäre in Wien der Bedarf an Primärenergie um 42 Prozent höher. Die Treibhausgasemissionen wären um 52 Prozent höher. Wien hat im Bereich Fernwärme seit 45 Jahren einschlägige Technologieerfahrung und nimmt international eine Vorreiterrolle ein.

Wien mit guter CO2-Bilanz

Im gesamten Großraum können sich zwei Millionen Menschen täglich auf die Strom-, Gas- und Wärmeversorgung durch Wien Energie verlassen. Um eine unterbrechungsfreie Energieversorgung sicherzustellen, setzt das Unternehmen auf einen Mix von Technologien: Hocheffiziente Kraftwerke, die dank Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) neben Strom auch Wärme erzeugen, Fernwärme und Strom aus der thermischen Behandlung des Wiener Abfalls und erneuerbare Erzeugungskapazitäten. Zusammen mit umfassender Energieberatung zur Steigerung der Effizienz und dezentralen Erzeugungsformen wie BürgerInnensolar- und BürgerInnenwindkraftwerken oder Technologiekombinationen aus Sonnenenergie und Erdwärme bilden sie das Wiener Modell. Damit ersparte Wien Energie dem Großraum Wien im vergangenen Jahr bis zu 2,8 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen. Der CO2 -Ausstoß in Wien liegt damit gerade mal bei fünf bis sechs Tonnen pro Einwohner und Jahr. Im Österreich-Schnitt ist dieser Wert doppelt so hoch, in Nordamerika liegt der Pro-Kopf-Verbrauch sogar bei 30 bis 40 Tonnen. Mit umfangreichen Investitionen, 700 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren, verfolgt Wien Energie das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Energieproduktion weiter zu erhöhen.

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