
Deutschlandsberg macht einen großen Schritt in Richtung klimafreundlicher Energiezukunft: Mit dem offiziellen Spatenstich beginnt die Energie Steiermark den Bau eines neuen Biomasse-Heizwerks sowie die Modernisierung der bestehenden Anlage. Insgesamt fließen 18 Millionen Euro in das Projekt, das die Kapazität der Fernwärmeversorgung mehr als verdoppeln und das Versorgungsnetz deutlich erweitern wird. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Wärme in der Region auf über 90 Prozent zu steigern und damit eine langfristig sichere und umweltfreundliche Energieversorgung zu gewährleisten.
Das neue Heizwerk entsteht in der Liechtensteinstraße und wird mit modernster Technik ausgestattet, darunter zwei Biomassekessel mit einer Leistung von 4 MW, eine Rauchgaskondensation und ein großer Pufferspeicher. Parallel dazu wird die bestehende Anlage umfassend modernisiert. Gemeinsam erreichen die beiden Standorte künftig eine Leistung von rund 7 MW. Für den Betrieb werden jährlich etwa 35.000 Schüttraummeter regionales Hackgut benötigt, das überwiegend aus der Umgebung stammt – ein Plus für die regionale Wertschöpfung.
Ein weiterer Fokus des Projekts liegt auf dem Ausbau des Fernwärmenetzes. Besonders der Nordosten von Deutschlandsberg wird neu erschlossen, wodurch Industrie- und Gewerbebetriebe sowie Wohngebiete wie die Eschensiedlung von der nachhaltigen Wärmeversorgung profitieren. Insgesamt wächst das Netz um 4,7 Kilometer, wodurch künftig rund 610 Haushalte und zahlreiche größere Kund:innen mit klimafreundlicher Fernwärme versorgt werden können. Die CO₂-Einsparung wird auf etwa 2.500 Tonnen jährlich geschätzt.
Die Fertigstellung des neuen Biomasseheizwerks ist für Herbst 2027 geplant, das Gesamtprojekt soll bis Herbst 2028 abgeschlossen sein. Mit dieser Investition setzt Deutschlandsberg ein starkes Zeichen für Klimaschutz und regionale Nachhaltigkeit.