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03.05.2018

Winter 2017/18: Fernwärmeabsatz erreicht Rekordwerte

Fernwärme verzeichnet österreichweit neue Absatzrekorde

Fernwärme verzeichnet österreichweit neue Absatzrekorde: Trotz eines milden Winterbeginns wurden in der Heizperiode bis März dieses Jahres Spitzenwerte von mehr als 2.400 MW in Wien und rund 500 MW in Linz erreicht.

„Wir hatten heuer eine ungewöhnliche Heizperiode. Der Herbst und auch die Monate Dezember und Jänner waren teilweise auffallend mild, weswegen der Wärmeverbrauch in den ersten Monaten etwa ein Zehntel unter den Werten des vergangenen Winters lag“, erklärt Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands Gas Wärme (FGW): „Die extreme Kälte im Februar und März egalisierte dann den Verbrauch wieder, sodass der Winter 2017/18 in Österreich schlussendlich durchschnittlich zu Ende ging“.

Fernwärmeabsatz erreicht neue Rekordwerte

Saubere Fernwärme steht bei Verbrauchern nach wie vor hoch im Kurs. In der vergangenen Heizperiode wurde in der Bundeshauptstadt der Höhepunkt der Kältewelle erst am 1. März erreicht. Am kältesten Tag des abgelaufenen Winters lief das 1.200 Kilometer lange Fernwärmenetz Wiens auf Hochtouren. Am meteorologischen Frühlingsbeginn wurde laut Wien Energie ein neuer Rekordheizwert mit einer Wärmeleistungsspitze von 2.412 Megawatt erzielt.

Fernwärme wird in Wien seit 1969 genutzt. Der bisherige Absatzrekord an einem Wintertag des Jahres 2012 war heuer um zwölf Megawatt überschritten worden. In Wien heizen etwa 380.000 Haushalte und 6.800 Wirtschaftsbetriebe mit Fernwärme – das sind um rund 50.000 Abnehmer mehr als noch 2012.

in Linz lagen laut Linz AG die Heizgradtage im Winter 2017/18 leicht über dem langjährigen Durchschnitt. Die Wärme-Tagesspitze bei der Netzeinspeisung wurde am 28. Februar mit 502 Megawatt erzielt. Auch das ist Rekord: Die bisherige Höchstleistung wurde im Februar 2012 mit 471 Megawatt verzeichnet – und nun um 31 Megawatt überschritten. In Linz versorgt die Fernwärme seit 1970 Haushalte, Wirtschaftsbetriebe und öffentliche Gebäude. Mittlerweile werden in der oberösterreichischen Landeshauptstadt etwa 80.000 Wohnungen und 10.000 Gebäude mit Fernwärme beheizt.

Die Energie Steiermark Wärme GmbH berichtet von einem stabilen Fernwärmeabsatz in ihren 24 Versorgungsgebieten: Im Zeitraum September 2017 bis März 2018 war der Wärmeabsatz ähnlich wie im Winter 2016/17.

Die Energie Graz GmbH verzeichnete hingegen im abgelaufenen Winter einen Anstieg um vier Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Der gestiegene Fernwärmeabsatz ist Neuanschlüssen geschuldet. Die Wärmevergabe pro Grazer Haushalt ist ebenso wie in der ganzen Steiermark im Jahresvergleich fast gleich geblieben: Ähnlich wie in Wien wurden geringere Absatzmengen der ersten Wintermonate durch die Monate Februar und März 2018 kompensiert.

Gas und Fernwärme als zuverlässige Energieträger

„Gerade der heurige Februar und März haben gezeigt, wie wichtig die zuverlässigen Energieträger Gas und Fernwärme für Österreich sind“, stellt Mock fest. Selbst extrem lang andauernde Kälteperioden konnten durch das heimische Fernwärmenetz und die in Österreich gut ausgebauten Gasspeicher zuverlässig bewältigt werden. Die Investitionen der vergangenen Jahre haben sich somit bezahlt gemacht.

Über Fernwärme

Fernwärme ist die wohl bequemste Art zu heizen. Sie ist sicher und erprobt in der Anwendung, der Versorgung und vergleichsweise günstig. Die behagliche Fernwärme gelangt über das Fernwärmeleitungsnetz in die Wohnungen. Das Gute an Fernwärme: Der Anteil an erneuerbaren Energieträgern wie Biomasse, an Abfällen und am hochwertigen Energieträger Gas hat bei der Produktion von Fernwärme in den vergangenen Jahren stetig zugenommen.

„Es ist wichtig, dass der österreichische Energiehaushalt auf einem ausbalancierten und volkswirtschaftlich sinnvollen Mix von erneuerbaren und fossilen Energieträgern basiert“, resümiert Mock. Gaskraftwerke, der weitere Fernwärmeausbau sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen seien für die Versorgungssicherheit und die Stabilität im Energiesystem auch weiterhin dringend notwendig.

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